Bei einer Komplettwuchtung sind folgende Punkte zu
berücksichtigen:
- Durch dieses Verfahren ist es in vielen Fällen möglich, die Turbine
mit höheren Drehzahlen zu betreiben, ohne in biegekritische Bereiche zu
kommen. Trotzdem sollten Sie daran denken, das die dabei entstehenden
Fliehkräfte die Turbine schnell zerstören
können, mit all ihren Folgen.
- Ein nachträgliches Lösen von Verdichter- und/oder Turbinenrad
hebt die Auswuchtung auf.
Da dennoch die Vorteile überwiegen, empfehle ich in
jedem Fall dieses Verfahren.
Vorgehensweise:
- Die Turbine muss nach den Kriterien der
Einzelwuchtung
vorgewuchtet sein. Nur so können Fehler an der Turbine vermieden werden.
- Der Verdichter und das Turbinenrad sollte nach Möglichkeit gut
zugänglich sein. (siehe Foto rechts oben)
- Etwaige Öffnungen sind zu verschließen (Spritzufuhr usw.)
Vorteile dieser Vorgehensweise:
- Keine
Verluste der Auswuchtgüte vom Laufzeug
- Absolut
vibrations- und geräuschminimierter Betrieb
- Reduzierter
Kraftstoffverbrauch
- Längere
Lebensdauer
- Höhere
Betriebssicherheit
Die nach den obigen Beschreibungen
zusammengebaute Modellturbine wird nun auf eine
Turbolader-Auswuchtmaschine montiert. Angetrieben
wird die Turbine durch Druckluft, welche diese auf eine
Auswuchtdrehzahl von ~10.000 rpm beschleunigt. Bei
dieser Drehzahl werden Unwucht und Position der Unwucht
gemessen und abgespeichert. Man erhält nun die
Restunwucht vom Turbinen- und Verdichterrad.
Mittels eines kleinen Handschleifers wird nun am
Verdichter- und/oder Turbinenrad (Wellenmutter) Material
abgenommen.
Als Resultat erhält man eine absolut
vibrationsarme Modellturbine.
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